HUSQVARNA FC 250. BEDIENUNGSANLEITUNG (2024) - 1

 

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HUSQVARNA FC 250. BEDIENUNGSANLEITUNG (2024) - 1

 

 

INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
1
DARSTELLUNGSMITTEL
5
6.14
Fußbremshebel
21
6.15
Plug-in-Ständer
21
1.1
Verwendete Symbole
5
1.2
Benutzte Formatierungen
5
7
INBETRIEBNAHME
22
2
SICHERHEITSHINWEISE
6
7.1
Hinweise zur ersten
Inbetriebnahme
22
2.1
Einsatzdefinition -
7.2
Motor einfahren
23
bestimmungsgemäßer Gebrauch
6
7.3
Startleistung von
2.2
Fehlgebrauch
6
Lithium-Ionen-Batterien bei
2.3
Sicherheitshinweise
6
niedrigen Temperaturen
24
2.4
Gefahrengrade und Symbole
6
7.4
Fahrzeug auf erschwerte
2.5
Warnung vor Manipulationen
7
Einsatzbedingungen vorbereiten
24
2.6
Sicherer Betrieb
7
7.5
Fahrzeug für Fahrten in trockenem
2.7
Schutzkleidung
8
Sand vorbereiten
24
2.8
Arbeitsregeln
8
7.6
Fahrzeug für Fahrten in nassem
Sand vorbereiten
25
2.9
Umwelt
8
7.7
Fahrzeug für Fahrten bei nasser und
2.10
Bedienungsanleitung
9
schlammiger Strecke vorbereiten
26
3
WICHTIGE HINWEISE
10
7.8
Fahrzeug für hohe Temperaturen
oder langsame Fahrt vorbereiten
26
3.1
Herstellergarantie, Gewährleistung
10
7.9
Fahrzeug für niedrige Temperaturen
3.2
Betriebsmittel, Hilfsstoffe
10
oder Schnee vorbereiten
26
3.3
Ersatzteile, Zubehör
10
8
FAHRANLEITUNG
27
3.4
Service
10
3.5
Abbildungen
10
8.1
Kontroll- und Pflegearbeiten vor
3.6
Kundendienst
11
jeder Inbetriebnahme
27
8.2
Fahrzeug starten
27
4
FAHRZEUGANSICHT
12
8.3
Launch Control aktivieren
28
4.1
Fahrzeugansicht vorn links
8.4
Traktionskontrolle aktivieren
29
(Symboldarstellung)
12
8.5
Anfahren
29
4.2
Fahrzeugansicht hinten rechts
8.6
Quickshifter
30
(Symboldarstellung)
13
8.7
Quickshifter aktivieren
30
5
SERIENNUMMERN
14
8.8
Schalten, Fahren
30
8.9
Abbremsen
32
5.1
Fahrzeugidentifikationsnummer
14
8.10
Anhalten, Parken
32
5.2
Steuerkopfetikett
14
8.11
Transportieren
33
5.3
Motornummer
14
8.12
Kraftstoff tanken
33
5.4
Gabelartikelnummer
14
5.5
Federbein-Artikelnummer
15
9
SERVICEPLAN
35
6
BEDIENELEMENTE
16
9.1
Zusätzliche Informationen
35
9.2
Serviceplan
35
6.1
Kupplungshebel
16
6.2
Handbremshebel
16
10
FAHRWERK ABSTIMMEN
37
6.3
Gasdrehgriff
16
10.1
Fahrwerksgrundeinstellung zum
6.4
Abstelltaste
16
Fahrergewicht kontrollieren
37
6.5
Starttaste
17
10.2
Luftfederung XACT
37
6.6
Kombischalter
17
10.3
Druckstufendämpfung Federbein
38
6.7
Kontrollleuchtenübersicht
17
10.4
Druckstufendämpfung Lowspeed
6.8
Kombiinstrument
18
des Federbeins einstellen
38
6.9
Kraftstofftankverschluss öffnen
18
10.5
Druckstufendämpfung Highspeed
6.10
Kraftstofftankverschluss schließen
19
des Federbeins einstellen
39
6.11
Kaltstartknopf
19
10.6
Zugstufendämpfung des Federbeins
6.12
Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube
20
einstellen
40
6.13
Schalthebel
20
10.7
Maß Hinterrad entlastet ermitteln
40
2
INHALTSVERZEICHNIS
10.8
Statischen Durchhang des
11.34
Glasfasergarnfüllung des
Federbeins kontrollieren
41
Endschalldämpfers wechseln
69
10.9
Fahrtdurchhang des Federbeins
11.35
Kraftstofftank ausbauen
70
kontrollieren
42
11.36
Kraftstofftank einbauen
72
10.10
Federvorspannung des Federbeins
11.37
Kettenverschmutzung kontrollieren
73
einstellen
42
11.38
Kette reinigen
73
10.11
Fahrtdurchhang einstellen
43
11.39
Kettenspannung kontrollieren
74
10.12
Grundeinstellung der Gabel
11.40
Kettenspannung einstellen
75
kontrollieren
44
11.41
Kette, Kettenrad, Kettenritzel und
10.13
Gabelluftdruck einstellen
45
Kettenführung kontrollieren
76
10.14
Druckstufendämpfung der Gabel
11.42
Rahmen kontrollieren
78
einstellen
46
11.43
Schwinge kontrollieren
78
10.15
Zugstufendämpfung der Gabel
11.44
Gasbowdenzugverlegung
einstellen
47
kontrollieren
79
10.16
Lenkerposition
47
11.45
Griffgummis kontrollieren
79
10.17
Lenkerposition einstellen
48
11.46
Quickshifter programmieren
80
11
SERVICEARBEITEN FAHRWERK
50
11.47
Grundstellung des Kupplungshebels
einstellen
80
11.1
Motorrad mit Hubständer aufheben ...
50
11.48
Flüssigkeitsstand der hydraulischen
11.2
Motorrad vom Hubständer nehmen ...
50
Kupplung kontrollieren/berichtigen
81
11.3
Gabelbeine entlüften
51
11.49
Flüssigkeit der hydraulischen
11.4
Staubmanschetten der Gabelbeine
Kupplung wechseln
82
reinigen
51
12
BREMSANLAGE
84
11.5
Gabelschutz ausbauen
52
11.6
Gabelschutz einbauen
52
12.1
Leerweg am Handbremshebel
11.7
Rahmenschutz ausbauen
52
kontrollieren
84
11.8
Rahmenschutz einbauen
53
12.2
Grundstellung des
11.9
Gabelbeine ausbauen
53
Handbremshebels einstellen
84
11.10
Gabelbeine einbauen
53
12.3
Bremsscheiben kontrollieren
84
11.11
Untere Gabelbrücke ausbauen
54
12.4
Bremsflüssigkeitsstand der
Vorderradbremse kontrollieren
85
11.12
Untere Gabelbrücke einbauen
55
12.5
Bremsflüssigkeit der
11.13
Steuerkopflager-Spiel kontrollieren
57
Vorderradbremse nachfüllen
86
11.14
Steuerkopflager-Spiel einstellen
58
12.6
Bremsbeläge und
11.15
Steuerkopflager schmieren
58
Bremsbelagsicherung der
11.16
Startnummerntafel ausbauen
59
Vorderradbremse kontrollieren
87
11.17
Startnummerntafel einbauen
59
12.7
Bremsbeläge der Vorderradbremse
11.18
Kotflügel vorn ausbauen
59
wechseln
88
11.19
Kotflügel vorn einbauen
60
12.8
Leerweg am Fußbremshebel
11.20
Federbein ausbauen
60
kontrollieren
90
11.21
Federbein einbauen
61
12.9
Grundstellung des Fußbremshebels
einstellen
90
11.22
Sitzbank abnehmen
63
12.10
Bremsflüssigkeitsstand der
11.23
Sitzbank montieren
63
Hinterradbremse kontrollieren
91
11.24
Luftfilterkasten-Deckel ausbauen
64
12.11
Bremsflüssigkeit der
11.25
Luftfilterkasten-Deckel einbauen
65
Hinterradbremse nachfüllen
92
11.26
Luftfilter ausbauen
66
12.12
Bremsbeläge und
11.27
Luftfilter und Luftfilterkasten
Bremsbelagsicherung der
reinigen
66
Hinterradbremse kontrollieren
93
11.28
Luftfilter einbauen
67
12.13
Bremsbeläge der Hinterradbremse
11.29
Luftfilterkasten-Deckel sichern
68
wechseln
94
11.30
Seitendeckel rechts ausbauen
68
13
RÄDER, REIFEN
97
11.31
Seitendeckel rechts einbauen
68
11.32
Endschalldämpfer ausbauen
69
13.1
Vorderrad ausbauen
97
11.33
Endschalldämpfer einbauen
69
13.2
Vorderrad einbauen
98
3
INHALTSVERZEICHNIS
13.3
Hinterrad ausbauen
98
20
FEHLERSUCHE
128
13.4
Hinterrad einbauen
99
21
BLINKCODE
130
13.5
Reifenzustand kontrollieren
101
13.6
Reifendruck kontrollieren
101
22
TECHNISCHE DATEN
132
13.7
Speichenspannung kontrollieren
102
22.1
Motor
132
14
ELEKTRIK
103
22.2
Anzugsdrehmomente Motor
133
22.3
Füllmengen
135
14.1
12-V-Batterie ausbauen
103
22.3.1
Motoröl
135
14.2
12-V-Batterie einbauen
104
22.3.2
Kühlflüssigkeit
135
14.3
12-V-Batterie laden
105
22.3.3
Kraftstoff
135
14.4
Hauptsicherung wechseln
106
22.4
Fahrwerk
135
14.5
Sicherung der Kraftstoffpumpe
22.5
Elektrik
136
wechseln
107
22.6
Reifen
136
14.6
Diagnosestecker
108
22.7
Gabel
137
15
KÜHLSYSTEM
109
22.7.1
FC 250 EU
137
22.7.2
FC 250 US
137
15.1
Kühlsystem
109
22.8
Federbein
138
15.2
Frostschutz
und Kühlflüssigkeitsstand
22.8.1
FC 250 EU
138
kontrollieren
109
22.8.2
FC 250 US
138
15.3
Kühlflüssigkeitsstand
22.9
Anzugsdrehmomente Fahrwerk
139
kontrollieren
110
23
BETRIEBSSTOFFE
142
15.4
Kühlflüssigkeit ablassen
110
15.5
Kühlflüssigkeit einfüllen
111
24
HILFSSTOFFE
144
15.6
Kühlflüssigkeit wechseln
112
25
NORMEN
146
16
MOTOR ABSTIMMEN
113
26
FACHWORTVERZEICHNIS
147
16.1
Gasbowdenzugspiel kontrollieren
113
27
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
148
16.2
Gasbowdenzugspiel einstellen
113
16.3
Charakteristik der Gasannahme
28
SYMBOLVERZEICHNIS
149
einstellen
114
28.1
Gelbe und orange Symbole
149
16.4
Mapping ändern
116
28.2
Grüne und blaue Symbole
149
16.5
Leerlaufdrehzahl einstellen
116
16.6
Drosselklappenstellung
INDEX
150
programmieren
117
16.7
Grundstellung des Schalthebels
kontrollieren
118
16.8
Grundstellung des Schalthebels
einstellen
118
17
SERVICEARBEITEN MOTOR
119
17.1
Kraftstoffsieb wechseln
119
17.2
Motorölstand kontrollieren
120
17.3
Motoröl und Ölfilter wechseln,
Ölsieb reinigen
120
17.4
Motoröl nachfüllen
123
18
REINIGUNG, PFLEGE
124
18.1
Motorrad reinigen
124
19
LAGERUNG
126
19.1
Lagerung
126
19.2
Inbetriebnahme nach der
Lagerung
127
4
DARSTELLUNGSMITTEL
1
1.1
Verwendete Symbole
Nachfolgend wird die Verwendung bestimmter Symbole erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet Arbeiten, die Fachkenntnisse und technisches Verständnis erfordern.
Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit, in einer autorisierten
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell
geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal betreut.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nach-
zulesen).
Kennzeichnet eine Angabe mit weiterführenden Informationen oder Tipps.
Kennzeichnet das Ergebnis aus einem Prüfschritt.
Kennzeichnet eine Spannungsmessung.
Kennzeichnet eine Strommessung.
Kennzeichnet das Ende einer Tätigkeit inklusive eventueller Nacharbeiten.
1.2
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
Eigenname
Kennzeichnet einen Eigennamen.
Name®
Kennzeichnet einen geschützten Namen.
Marke™
Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
Unterstrichene Begriffe
Verweisen auf technische Details des Fahrzeuges oder kennzeichnen
Fachwörter, die im Fachwortverzeichnis erklärt sind.
5
2
SICHERHEITSHINWEISE
2.1
Einsatzdefinition - bestimmungsgemäßer Gebrauch
Dieses Fahrzeug ist so konzipiert und konstruiert, dass es gängigen Beanspruchungen bei regulärem Renn-
einsatz standhält. Dieses Fahrzeug entspricht den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten
internationalen Motorsportverbände.
Info
Betreiben Sie dieses Fahrzeug nur auf abgesperrten Strecken außerhalb des öffentlichen Straßenver-
kehrs.
2.2
Fehlgebrauch
Setzen Sie das Fahrzeug nur bestimmungsgemäß ein.
Bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz können Gefahren für Personen, Material und die Umwelt entstehen.
Jegliche Verwendung des Fahrzeuges, die über den bestimmungsgemäßen Gebrauch und die Einsatzdefinition
hinausgeht, stellt Fehlgebrauch dar.
Fehlgebrauch umfasst darüber hinaus die Verwendung von Betriebs- und Hilfsstoffen, die die geforderten Spe-
zifikationen für den jeweiligen Einsatz nicht erfüllen.
2.3
Sicherheitshinweise
Für einen sicheren Umgang mit dem beschriebenen Produkt sind einige Sicherheitshinweise zu beachten.
Lesen Sie deshalb diese Anleitung und alle weiteren Anleitungen im Lieferumfang aufmerksam durch. Die
Sicherheitshinweise sind im Text optisch hervorgehoben und an den relevanten Stellen verlinkt.
Info
An gut sichtbaren Stellen des beschriebenen Produktes sind verschiedene Hinweis- und Warnhinweis-
aufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis- oder Warnhinweisaufkleber. Fehlen diese, können
Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
2.4
Gefahrengrade und Symbole
Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Ver-
letzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht
die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Vorsicht
Hinweis auf eine Gefahr, die möglicherweise zu leichten Verletzungen führt, wenn nicht die entspre-
chenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entspre-
chenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen
getroffen werden.
6
SICHERHEITSHINWEISE
2
2.5
Warnung vor Manipulationen
Es ist verboten, Änderungen an Bauteilen der Geräuschdämpfung vorzunehmen. Folgende Maßnahmen oder
das Herstellen der entsprechenden Zustände sind gesetzlich verboten:
1
Entfernen oder Außerkraftsetzen jeglicher der Geräuschdämpfung dienender Einrichtungen oder Bauteile
eines Neufahrzeugs vor dessen Verkauf oder Auslieferung an den Endkunden oder während der Nutzungs-
dauer des Fahrzeugs zu anderen Zwecken als zum Service, zur Reparatur oder zum Austausch sowie
2
Nutzung des Fahrzeugs, nachdem eine derartige Einrichtung oder ein derartiges Bauteil entfernt oder außer
Kraft gesetzt wurde.
Beispiele für gesetzwidrige Manipulation:
1
Entfernen oder Durchbohren von Endschalldämpfern, Prallblechen, Krümmern oder anderen Bauteilen, die
Abgase leiten.
2
Entfernen oder Durchbohren von Teilen des Einlasssystems.
3
Verwendung in nicht ordnungsgemäßem Wartungszustand.
4
Ersetzen beweglicher Teile des Fahrzeugs oder von Teilen der Auspuffanlage oder des Einlasssystems
durch vom Hersteller nicht zugelassene Teile.
2.6
Sicherer Betrieb
Gefahr
Unfallgefahr Ein verkehrsuntüchtiger Fahrer gefährdet sich und andere.
- Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie durch Alkohol, Drogen oder Medikamente ver-
kehrsuntüchtig sind.
- Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie dazu physisch oder psychisch nicht in der
Lage sind.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Abgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und zum Tode führen.
- Sorgen Sie beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung.
- Verwenden Sie eine geeignete Abgasabsaugung, wenn Sie den Motor in einem geschlossenen
Raum starten oder laufen lassen.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges heiß.
- Berühren Sie keine Teile wie Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer oder Bremsanlage, bevor
die Fahrzeugteile abgekühlt sind.
- Lassen Sie die Fahrzeugteile abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Das Fahrzeug nur in einem technisch einwandfreien Zustand, bestimmungsgemäß, sicherheits- und umweltbe-
wusst betreiben.
Das Fahrzeug ist nur von eingewiesenen Personen zu verwenden.
Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen, umgehend in einer autorisierten
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt beseitigen lassen.
Am Fahrzeug angebrachte Hinweis- und Warnhinweisaufkleber beachten.
7
2
SICHERHEITSHINWEISE
2.7
Schutzkleidung
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzkleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko
dar.
- Tragen Sie bei allen Fahrten geeignete Schutzkleidung wie Helm, Stiefel, Handschuhe sowie Hose
und Jacke mit Protektoren.
- Verwenden Sie immer Schutzkleidung, die in einwandfreiem Zustand ist und den gesetzlichen Vor-
gaben entspricht.
Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit empfiehlt Husqvarna Motorcycles das Betreiben des Fahrzeuges nur mit
geeigneter Schutzkleidung.
2.8
Arbeitsregeln
Sofern nicht anders vermerkt, muss bei jeder Arbeit die Zündung ausgeschaltet sein (Modelle mit Zündschloss,
Modelle mit Funkschlüssel) bzw. der Motor stillstehen (Modelle ohne Zündschloss oder Funkschlüssel).
Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können
aber unter der angegebenen Nummer in Klammern bestellt werden. Beispiel: Lagerauszieher (15112017000)
Sofern nicht anders vermerkt, gelten Normalbedingungen für alle Arbeiten und Beschreibungen.
Umgebungstemperatur
20 °C
Umgebungsluftdruck
1.013 mbar
relative Luftfeuchtigkeit
60 ± 5 %
Teile, die nicht wiederverwendet werden können (z. B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dehnschrau-
ben, Dichtungen, Dichtringe, O-Ringe, Splinte, Sicherungsbleche), beim Zusammenbau durch neue Teile erset-
zen.
Für einige Schraubfälle ist eine Schraubensicherung (z. B. Loctite®) erforderlich. Spezifische Hinweise des Her-
stellers bei der Verwendung beachten.
Wenn auf einem Neuteil bereits eine Schraubensicherung (z. B. Precote®) aufgetragen ist, kein zusätzliches
Schraubensicherungsmittel auftragen.
Teile, die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden, reinigen und auf Beschädigung und Verschleiß kontrol-
lieren. Beschädigte oder verschlissene Teile wechseln.
Nach Abschluss einer Reparatur oder eines Service die Betriebssicherheit des Fahrzeuges sicherstellen.
2.9
Umwelt
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ihrem Motorrad sorgt dafür, dass keine Probleme und Konflikte auftau-
chen müssen. Um die Zukunft des Motorradfahrens zu sichern, versichern Sie sich, dass Sie das Motorrad im
Rahmen der Legalität benutzen, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Beachten Sie bei der Entsorgung von Altöl, anderen Betriebs- und Hilfsstoffen und Altteilen die jeweiligen
Gesetze und Richtlinien des jeweiligen Landes.
Da Motorräder nicht der EU-Richtlinie für die Entsorgung von Altfahrzeugen unterliegen, gibt es keine gesetz-
liche Regelung zur Entsorgung eines Altmotorrads. Ihr autorisierter Husqvarna Motorcycles-Händler hilft Ihnen
gerne.
8
SICHERHEITSHINWEISE
2
2.10
Bedienungsanleitung
Lesen Sie diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie die erste Ausfahrt unternehmen. Die
Bedienungsanleitung enthält viele Informationen und Tipps, die Ihnen Bedienung, Handhabung und Service
erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Fahrzeug am besten für sich abstimmen und wie Sie sich
vor Verletzungen schützen können.
Tipp
Speichern Sie diese Bedienungsanleitung auf Ihrem Endgerät ab, damit Sie bei Bedarf jederzeit nachle-
sen können.
Falls Sie mehr über das Fahrzeug wissen wollen oder Unklarheiten beim Lesen auftreten, wenden Sie sich an
einen autorisierten Husqvarna Motorcycles-Händler.
Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Fahrzeuges. Beim Verkauf muss die Bedienungsan-
leitung durch den neuen Eigentümer erneut heruntergeladen werden.
Die Bedienungsanleitung kann über den QR-Code oder den Link auf der Auslieferungsurkunde mehrfach her-
untergeladen werden.
Die Bedienungsanleitung steht außerdem zum Download bei Ihrem autorisierten
Husqvarna Motorcycles-Händler und auf der Husqvarna Motorcycles-Webseite zur Verfügung. Über Ihren
autorisierten Husqvarna Motorcycles-Händler kann auch ein gedrucktes Exemplar bestellt werden.
Internationale Husqvarna Motorcycles-Webseite: www.husqvarna-motorcycles.com
9
3
WICHTIGE HINWEISE
3.1
Herstellergarantie, Gewährleistung
Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt durchgeführt und im Husqvarna Motorcycles Dealer.net bestätigt
werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden, die durch
Manipulationen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann keine Herstellergarantie gewährt
werden.
3.2
Betriebsmittel, Hilfsstoffe
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
- Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
Betriebsmittel und Hilfsstoffe laut Bedienungsanleitung und Spezifikation verwenden.
3.3
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von
Husqvarna Motorcycles freigegeben und/oder empfohlen sind und lassen Sie diese in einer autorisierten
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt montieren. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden
übernimmt Husqvarna Motorcycles keine Haftung.
Die Artikelnummern einiger Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klam-
mern angegeben. Ihr autorisierter Husqvarna Motorcycles-Händler berät Sie gerne.
Das aktuelle Husqvarna Motorcycles Technisches Zubehör für Ihr Fahrzeug finden Sie bei Ihrem autorisierten
Husqvarna Motorcycles-Händler und auf der Husqvarna Motorcycles-Webseite.
Internationale Husqvarna Motorcycles-Webseite: www.husqvarna-motorcycles.com
3.4
Service
Die Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß ist die Einhal-
tung der in der Bedienungsanleitung genannten Service­, Pflege- und Einstellarbeiten von Motor und Fahrwerk.
Eine falsche Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen.
Der Einsatz des Fahrzeuges unter erschwerten Bedingungen, z. B. Sand, nasser, staubiger oder schlammiger
Strecke/Gelände, kann zu deutlich erhöhtem Verschleiß an Bauteilen wie Antriebsstrang, Bremsanlagen, Luft-
filter oder Federungskomponenten führen. Darum kann eine Kontrolle oder der Austausch von Teilen schon vor
Erreichen des nächsten Serviceintervalls erforderlich sein.
Beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten und Serviceintervalle. Deren genaue Einhaltung
trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Bei Laufleistungs- und Zeitintervallen ist das zuerst eintretende Intervall ausschlaggebend.
3.5
Abbildungen
Die in der Anleitung dargestellten Abbildungen enthalten zum Teil Sonderausstattungen.
Zur besseren Darstellung und Erklärung können einige Teile ausgebaut oder nicht abgebildet sein. Ein Ausbau
für die jeweilige Beschreibung ist nicht immer zwingend notwendig. Beachten Sie die textlichen Angaben.
10
WICHTIGE HINWEISE
3
3.6
Kundendienst
Für Fragen zu Ihrem Fahrzeug und zu Husqvarna Motorcycles steht Ihnen Ihr autorisierter
Husqvarna Motorcycles-Händler gerne zur Verfügung.
Die Liste der autorisierten Husqvarna Motorcycles-Händler finden Sie auf der Husqvarna
Motorcycles-Webseite.
Internationale Husqvarna Motorcycles-Webseite: www.husqvarna-motorcycles.com
11
4
FAHRZEUGANSICHT
4.1
Fahrzeugansicht vorn links (Symboldarstellung)
T04406-10
1 Handbremshebel(S.16)
2 Kupplungshebel(S.16)
3 Kraftstofftankverschluss
4 Luftfilterkasten-Deckel
5 Kaltstartknopf(S.19)
6 Motornummer(S.14)
7 Schalthebel(S.20)
12
FAHRZEUGANSICHT
4
4.2
Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)
T04407-10
1 Federbein-Druckstufeneinstellung
2 Kombischalter(S.17)
3 Abstelltaste(S.16)
3 Starttaste(S.17)
4 Gasdrehgriff(S.16)
5 Fahrzeugidentifikationsnummer(S.14)
5 Steuerkopfetikett(S.14)
6 Gabelartikelnummer(S.14)
7 Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube(S.20)
8 Fußbremshebel(S.21)
9 Motoröl-Schauglas
bk Federbein-Zugstufeneinstellung
13
5
SERIENNUMMERN
5.1
Fahrzeugidentifikationsnummer
Die Fahrzeugidentifikationsnummer 1 ist auf dem Steuerkopf
rechts eingeprägt.
401945-10
5.2
Steuerkopfetikett
Das Steuerkopfetikett 1 ist auf dem Steuerkopf vorn ange-
bracht.
401946-10
5.3
Motornummer
Die Motornummer 1 ist an der linken Motorseite oberhalb des
Kettenritzels eingeprägt.
H01047-10
5.4
Gabelartikelnummer
Die Gabelartikelnummer 1 ist auf der Innenseite der Gabelfaust
eingeprägt.
401947-10
14
SERIENNUMMERN 5
5.5
Federbein-Artikelnummer
Die Federbein-Artikelnummer 1 ist am Federbein-Oberteil ein-
geprägt.
F03756-10
15
6
BEDIENELEMENTE
6.1
Kupplungshebel
Der Kupplungshebel 1 ist am Lenker links angebracht.
Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automa-
tisch nach.
F03647-10
6.2
Handbremshebel
Der Handbremshebel 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.
J00077-10
6.3
Gasdrehgriff
Der Gasdrehgriff 1 ist am Lenker rechts angebracht.
J00076-10
6.4
Abstelltaste
Die Abstelltaste 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
• Abstelltaste in der Grundstellung - In dieser Stellung ist
der Zündstromkreis geschlossen, der Motor kann gestartet
werden.
• Abstelltaste gedrückt - In dieser Stellung ist der Zünd-
stromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der
stehende Motor springt nicht an.
F03650-11
16
BEDIENELEMENTE
6
6.5
Starttaste
Die Starttaste 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
• Starttaste in der Grundstellung
• Starttaste gedrückt - In dieser Stellung wird der Starter-
motor betätigt.
F03650-10
6.6
Kombischalter
Der Kombischalter ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
1
STANDARD - Bei leuchtender Kontrollleuchte A ist
das STANDARD Mapping aktiviert.
1 TC
STANDARD mit TC - Bei leuchtender
Kontrollleuchte A und leuchtender
TC-Kontrollleuchte ist das STANDARD Mapping mit
der Traktionskontrolle aktiviert.
2
ADVANCED - Bei leuchtender Kontrollleuchte B ist
das ADVANCED Mapping aktiviert.
2 TC
ADVANCED mit TC - Bei leuchtender
Kontrollleuchte B und leuchtender
TC-Kontrollleuchte ist das ADVANCED Mapping mit
der Traktionskontrolle aktiviert.
Mit der Taste 1 und Taste 2 am Kombischalter kann die
Motorcharakteristik verändert werden.
Mit der TC-Taste 3 am Kombischalter kann die Traktionskon-
trolle aktiviert werden.
Zusätzlich können über den Kombischalter die Launch Control
F03761-10
und der Quickshifter aktiviert werden.
6.7
Kontrollleuchtenübersicht
Mögliche Zustände
Fehlfunktion-Kontrollleuchte leuchtet/blinkt orange
- Die OBD hat eine Fehlfunktion in der Fahrzeug-
elektronik erkannt. Die Fehlfunktion-Kontrollleuchte
leuchtet auch, wenn die Traktionskontrolle aktiviert
ist und der Drehzahlbegrenzer eingreift.
TC-Kontrollleuchte leuchtet orange - TC ist aktiv
oder regelt gerade. Die TC-Kontrollleuchte blinkt,
wenn die Launch Control aktiviert ist.
F03758-10
QS-Kontrollleuchte leuchtet blau - Der Quickshifter
ist aktiviert. Die QS-Kontrollleuchte blinkt, wenn der
Quickshifter programmiert wird.
Kontrollleuchte A leuchtet weiß - Das
STANDARD Mapping ist aktiviert.
Kontrollleuchte B leuchtet grün - Das ADVAN-
CED Mapping ist aktiviert.
17
6
BEDIENELEMENTE
6.8
Kombiinstrument
Das Kombiinstrument 1 ist vor dem Lenker angebracht.
Das Kombiinstrument zeigt die Gesamtbetriebstunden des
Motors an.
Die Betriebsstunden werden gezählt, wenn der Motor gestartet
wird, und gestoppt, wenn der Motor abgestellt wird.
Info
Am Kombiinstrument kann nichts gelöscht oder eingestellt
werden.
F03765-10
Sobald das Diagnosetool angeschlossen ist, läuft der
Betriebsstundenzähler.
Vor längeren Diagnosesitzungen den Betriebsstundenzäh-
ler hinter der Startnummerntafel abstecken.
6.9
Kraftstofftankverschluss öffnen
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
- Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten.
- Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken.
- Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des
Fahrzeuges.
- Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf.
- Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist gesundheitsschädlich.
- Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
- Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde.
- Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein.
- Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab.
- Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
- Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
- Bewahren Sie Kraftstoff in einem geeigneten Kanister ordnungsgemäß und außerhalb der Reich-
weite von Kindern auf.
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
- Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
18
BEDIENELEMENTE
6
– Kraftstofftankverschluss 1 gegen den Uhrzeigersinn drehen
und nach oben abnehmen.
A01172-10
6.10
Kraftstofftankverschluss schließen
- Kraftstofftankverschluss 1 aufsetzen und im Uhrzeigersinn
drehen, bis der Kraftstofftank fest verschlossen ist.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung 2 knickfrei
verlegen.
A01173-10
6.11
Kaltstartknopf
Der Kaltstartknopf 1 ist am Drosselklappenkörper unten ange-
bracht.
Bei kaltem Motor und geringer Umgebungstemperatur verlängert
die elektronische Kraftstoffeinspritzung die Einspritzzeit. Um die
erhöhte Kraftstoffmenge zu verbrennen, wird dem Motor zusätz-
lich Sauerstoff zugeführt, indem der Kaltstartknopf gedrückt wird.
Wenn kurz Gas gegeben und der Gasdrehgriff losgelassen wird,
oder der Gasdrehgriff nach vorn gedreht wird, springt der Kalt-
startknopf in die Ausgangsposition zurück.
Info
Kontrollieren, ob der Kaltstartknopf in die Grundstellung
zurückgekehrt ist.
Mögliche Zustände
• Kaltstartknopf aktiviert - Kaltstartknopf ist bis zum Anschlag
hineingedrückt.
• Kaltstartknopf deaktiviert - Kaltstartknopf ist in Grundstel-
lung.
A01062-10
19
6
BEDIENELEMENTE
6.12
Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube
Die Leerlaufeinstellung am Drosselklappenkörper wirkt sich stark
auf das Startverhalten, eine stabile Leerlaufdrehzahl und das
Ansprechverhalten beim Gasgeben aus.
Ein Motor mit korrekt eingestellter Leerlaufdrehzahl lässt sich
leichter starten als ein Motor mit falsch eingestellter Leerlauf-
drehzahl.
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der
Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube 1 eingestellt.
Drehen der Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube im Uhrzeigersinn
erhöht die Leerlaufdrehzahl.
Drehen der Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube gegen den Uhr-
zeigersinn senkt die Leerlaufdrehzahl.
A01063-10
6.13
Schalthebel
Der Schalthebel 1 ist am Motor links montiert.
401950-10
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich.
Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1.
und 2. Gang.
401950-13
20
BEDIENELEMENTE
6
6.14
Fußbremshebel
Der Fußbremshebel 1 befindet sich vor der rechten Fußraste.
Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.
401956-10
6.15
Plug-in-Ständer
Die Aufnahme für den Plug-in-Ständer 1 ist die linke Seite der
Steckachse.
Der Plug-in-Ständer dient zum Abstellen des Motorrades.
Beim Transportieren des Motorrades wird der Plug-in-Ständer als
Gabelblocker verwendet.
Info
Vor der Fahrt den Plug-in-Ständer entfernen.
An den Aufnahmen des Plug-in-Ständers kann Werkzeug
H02629-10
befestigt werden.
21
7
INBETRIEBNAHME
7.1
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme
Gefahr
Unfallgefahr Ein verkehrsuntüchtiger Fahrer gefährdet sich und andere.
- Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie durch Alkohol, Drogen oder Medikamente ver-
kehrsuntüchtig sind.
- Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie dazu physisch oder psychisch nicht in der
Lage sind.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzkleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko
dar.
- Tragen Sie bei allen Fahrten geeignete Schutzkleidung wie Helm, Stiefel, Handschuhe sowie Hose
und Jacke mit Protektoren.
- Verwenden Sie immer Schutzkleidung, die in einwandfreiem Zustand ist und den gesetzlichen Vor-
gaben entspricht.
Warnung
Sturzgefahr Unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad beeinträchtigen das Fahrverhal-
ten.
Unterschiedliche Reifenprofile können die Kontrolle über das Fahrzeug erheblich erschweren.
- Stellen Sie sicher, dass Vorder- und Hinterrad nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift
sind.
Warnung
Unfallgefahr Eine unangepasste Fahrweise beeinträchtigt das Fahrverhalten.
- Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und Ihrem Fahrkönnen an.
Warnung
Unfallgefahr Das Fahrzeug ist nicht für die Mitnahme eines Sozius ausgelegt.
- Nehmen Sie keinen Sozius mit.
Warnung
Unfallgefahr Die Bremsanlage fällt bei Überhitzung aus.
Wenn der Fußbremshebel nicht freigegeben wird, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen.
- Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel, wenn Sie nicht abbremsen wollen.
Warnung
Unfallgefahr Gesamtgewicht und Achslasten beeinflussen das Fahrverhalten.
- Überschreiten Sie weder das höchstzulässige Gesamtgewicht noch die Achslasten.
Warnung
Verletzungsgefahr Unbefugt handelnde Personen sind ggf. nicht mit dem Fahrzeug vertraut.
- Lassen Sie das Fahrzeug nie unbeaufsichtigt, wenn der Motor läuft.
- Sichern Sie das Fahrzeug vor dem Zugriff Unbefugter.
Info
Beim Betrieb des Motorrades bedenken, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt
fühlen.
22
INBETRIEBNAHME
7
Sicherstellen, dass die Arbeiten der Vorverkaufskontrolle von einer autorisierten
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt durchgeführt wurden.
Sie erhalten die Auslieferungsurkunde bei der Fahrzeugübergabe.
-
Vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanleitung durchlesen.
Mit den Bedienelementen vertraut machen.
Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. ( S. 80)
Grundstellung des Handbremshebels einstellen. ( S. 84)
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen.
(
S. 90)
Grundstellung des Schalthebels einstellen.
(
S. 118)
Auf einer geeigneten Fläche an das Fahrverhalten des Motorrades gewöhnen, bevor eine anspruchsvollere
Fahrt unternommen wird.
Info
Dieses Fahrzeug ist nicht für den Betrieb auf öffentlichen Straßen zugelassen.
Im Gelände ist es empfehlenswert, mit einer weiteren Person auf einem zweiten Fahrzeug unterwegs
zu sein, um sich gegenseitig zu helfen.
-
Auch einmal möglichst langsam und im Stehen fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen.
Keine Geländefahren machen, die Fähigkeiten und Erfahrung überfordern.
Den Lenker während der Fahrt mit beiden Händen festhalten und die Füße auf den Fußrasten lassen.
Kein Gepäck mitnehmen.
Höchstzulässiges Gesamtgewicht und höchstzulässige Achslasten einhalten.
Vorgabe
Höchstzulässiges Gesamtgewicht
335 kg
Höchstzulässige Achslast vorn
145 kg
Höchstzulässige Achslast hinten
190 kg
Motor einfahren. ( S. 23)
7.2
Motor einfahren
– Während der Einfahrzeit die angegebene Motordrehzahl und Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
maximale Motordrehzahl
während der ersten Betriebsstunde
7.000 1/min
maximale Motorleistung
während der ersten 3 Betriebsstunden
≤ 75 %
– Vollgasfahrten vermeiden!
23
7
INBETRIEBNAHME
7.3
Startleistung von Lithium-Ionen-Batterien bei niedrigen Temperaturen
Lithium-Ionen-Batterien sind wesentlich leichter als Bleibatterien,
haben eine geringe Selbstentladung und bei Temperaturen über
6 °C (43 °F) mehr Startleistung.
Mehrere Startversuche können nötig sein. Dazu 5 Sekunden
die Starttaste drücken und zwischen den Startversuchen 15
Sekunden warten. Bei niedrigen Temperaturen eine Wartezeit
von 30 Sekunden einhalten. Die Pausen sind notwendig, damit
sich die entstandene Wärme in der Lithium-Ionen-Batterie
verteilen kann und die Lithium-Ionen-Batterie nicht beschädigt
wird.
402555-01
Die Startleistung steigt mit der Erwärmung.
Stets darauf achten, dass die Lithium-Ionen-Batterie geladen ist,
damit bei niedrigen Temperaturen genügend Reserven für den
ersten Start vorhanden sind.
Nach 6 erfolglosen Startversuchen nicht weiterstarten, sondern
das Fahrzeug auf andere Fehlfunktionen kontrollieren.
7.4
Fahrzeug auf erschwerte Einsatzbedingungen vorbereiten
Info
Der Einsatz des Fahrzeuges unter erschwerten Bedingungen, z. B. Sand, nasser oder schlammiger Stre-
cke/Gelände, kann zu deutlich erhöhtem Verschleiß an Bauteilen wie Antriebsstrang, Bremsanlagen
oder Federungskomponenten führen. Darum kann eine Kontrolle oder der Austausch von Teilen schon
vor Erreichen des nächsten Serviceintervalls erforderlich sein.
- Luftfilter und Luftfilterkasten reinigen.
(
S. 66)
Info
Luftfilter ca. alle 30 Minuten kontrollieren.
- Elektrische Stecker auf Feuchtigkeit, Korrosion und festen Sitz kontrollieren.
» Wenn Feuchtigkeit, Korrosion oder Beschädigung vorhanden ist:
- Stecker reinigen und trocknen, ggf. wechseln.
Erschwerte Einsatzbedingungen sind:
- Fahrten in trockenem Sand. ( S. 24)
- Fahrten in nassem Sand. ( S. 25)
- Fahrten bei nasser und schlammiger Strecke. ( S. 26)
- Fahrten bei hohen Temperaturen oder langsame Fahrt. ( S. 26)
- Fahrten bei niedrigen Temperaturen oder bei Schnee. ( S. 26)
7.5
Fahrzeug für Fahrten in trockenem Sand vorbereiten
- Luftfilter-Staubschutz montieren.
Luftfilter-Staubschutz (A46009620000)
Info
Montageanleitung für Husqvarna Motorcycles Techni-
sches Zubehör beachten.
F03669-01
24
INBETRIEBNAHME
7
– Luftfilter-Sandschutz montieren.
Luftfilter-Sandschutz (A46006922000)
Info
Montageanleitung für Husqvarna Motorcycles Techni-
sches Zubehör beachten.
F03670-01
- Kette reinigen.
Kettenreinigungsmittel ( S. 144)
- Stahlkettenrad montieren.
- Kette schmieren.
Universalölspray ( S. 145)
- Kühlerlamellen reinigen.
- Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
600868-01
7.6
Fahrzeug für Fahrten in nassem Sand vorbereiten
- Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (A46006921000)
Info
Montageanleitung für Husqvarna Motorcycles Techni-
sches Zubehör beachten.
F03669-01
- Kette reinigen.
Kettenreinigungsmittel ( S. 144)
- Stahlkettenrad montieren.
- Kette schmieren.
Universalölspray ( S. 145)
- Kühlerlamellen reinigen.
- Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
600868-01
25
7
INBETRIEBNAHME
7.7
Fahrzeug für Fahrten bei nasser und schlammiger Strecke vorbereiten
- Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (A46006921000)
Info
Montageanleitung für Husqvarna Motorcycles Techni-
sches Zubehör beachten.
F03669-01
- Stahlkettenrad montieren.
- Motorrad reinigen. ( S. 124)
- Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
600868-01
7.8
Fahrzeug für hohe Temperaturen oder langsame Fahrt vorbereiten
- Sekundärübersetzung an die Strecke anpassen.
Info
Das Motoröl wird schnell heiß, wenn die Kupplung
wegen einer zu langen Sekundärübersetzung oft betä-
tigt werden muss.
- Kette reinigen.
Kettenreinigungsmittel ( S. 144)
600868-01
- Kühlerlamellen reinigen.
- Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
- Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 110)
7.9
Fahrzeug für niedrige Temperaturen oder Schnee vorbereiten
- Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (A46006921000)
Info
Montageanleitung für Husqvarna Motorcycles Techni-
sches Zubehör beachten.
F03669-01
26
FAHRANLEITUNG
8
8.1
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme
Info
Vor jeder Fahrt den Zustand des Fahrzeugs und die Betriebssicherheit kontrollieren.
Das Fahrzeug muss beim Betrieb in einem technisch einwandfreien Zustand sein.
-
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
Motorölstand kontrollieren. ( S. 120)
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren.
(
S. 85)
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren.
(
S. 91)
Bremsbeläge und Bremsbelagsicherung der
Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 87)
H02217-01
-
Bremsbeläge und Bremsbelagsicherung der Hinterradbremse
kontrollieren. ( S. 93)
-
Funktion, Zustand und Leerwege der Bremsanlage kontrollie-
ren.
-
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 110)
Kettenverschmutzung kontrollieren. ( S. 73)
Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren.
(
S. 76)
Kettenspannung kontrollieren. ( S. 74)
Reifenzustand kontrollieren. ( S. 101)
Reifendruck kontrollieren. ( S. 101)
Speichenspannung kontrollieren. ( S. 102)
Info
Die Speichenspannung muss regelmäßig kontrolliert
werden, da bei falscher Speichenspannung die Fahrsi-
cherheit stark beeinträchtigt wird.
-
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( S. 51)
Gabelbeine entlüften. ( S. 51)
Luftfilter kontrollieren, ggf. reinigen.
Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kon-
trollieren.
-
Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig
auf festen Sitz kontrollieren.
-
Kraftstoffvorrat kontrollieren.
8.2
Fahrzeug starten
Gefahr
Vergiftungsgefahr Abgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und zum Tode führen.
- Sorgen Sie beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung.
- Verwenden Sie eine geeignete Abgasabsaugung, wenn Sie den Motor in einem geschlossenen
Raum starten oder laufen lassen.
27
8
FAHRANLEITUNG
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
- Fahren Sie den Motor immer mit niedriger Drehzahl warm.
- Plug-in-Ständer 1 entfernen.
- Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
H02629-10
Bedingung
Umgebungstemperatur: < 20 °C
- Kaltstartknopf bis zum Anschlag hineindrücken.
- Starttaste drücken.
Info
Starttaste maximal 5 Sekunden drücken. Bis zum
nächsten Startversuch 15 Sekunden warten.
Bei niedrigen Temperaturen eine Wartezeit von
400733-01
30 Sekunden einhalten.
Bei Temperaturen unter 6 °C (43 °F) können
mehrere Startversuche nötig sein, um die
Lithium-Ionen-Batterie zu erwärmen und dadurch
die Startleistung zu steigern.
Nach 6 erfolglosen Startversuchen nicht weiter-
starten, sondern das Fahrzeug auf andere Fehl-
funktionen kontrollieren.
Während des Startvorganges leuchtet die Fehl-
funktion-Kontrollleuchte.
8.3
Launch Control aktivieren
Info
Die Launch Control unterstützt beim Start eines Rennens den Fahrer, um das Motorrad optimal zu
beschleunigen. Dazu wird die Höchstdrehzahl des Motors bei voll geöffneter Drosselklappe (Vollgas)
abgesenkt und nach dem Start schrittweise bis zur maximalen Motordrehzahl freigegeben. Die
Kupplung muss genau so dosiert werden wie ohne aktive Launch Control.
Bedingung
Das Motorrad steht.
Der Motor läuft mit Leerlaufdrehzahl.
Das Getriebe ist in Leerlaufstellung.
28
FAHRANLEITUNG
8
– TC-Taste 1 und QS-Taste 2 gleichzeitig gedrückt halten.
Die TC-Kontrollleuchte und die QS-Kontrollleuchte blin-
ken, wenn die Launch Control aktiviert ist.
Info
Einige Sekunden nach erfolgtem Start wird die
Launch Control automatisch deaktiviert.
Die Launch Control wird auch in folgenden Fällen
deaktiviert: Nach Vollgas wurde die Drosselklappe
F03760-10
mehr als 1/3 des gesamten Weges geschlossen
und/oder innerhalb von 3 Minuten erfolgte kein Start.
Um die Launch Control erneut zu aktivieren, muss aus
Sicherheitsgründen der Motor mindestens 10 Sekun-
den abgestellt werden, unabhängig davon ob ein Start
erfolgte oder nicht.
Wenn der Motor bereits einige Zeit lief, muss
zuerst der Motor neu gestartet werden, bevor die
Launch Control aktiviert werden kann.
8.4
Traktionskontrolle aktivieren
Info
Die Traktionskontrolle reduziert übermäßigen Schlupf am Hinterrad zugunsten von mehr Kontrolle und
Vortrieb vor allem bei nassen Verhältnissen.
Bei ausgeschalteter Traktionskontrolle kann das Hinterrad bei starker Beschleunigung oder auf Oberflä-
chen mit geringer Haftung stärker durchdrehen.
Die Traktionskontrolle kann auch während der Fahrt ein- oder ausgeschaltet werden.
Die zuletzt gewählte Einstellung ist nach erneutem Starten wieder aktiv.
- TC-Taste 1 drücken, um die Traktionskontrolle ein- oder
auszuschalten.
Vorgabe
Motordrehzahl
≤ 4.000 1/min
Die TC-Kontrollleuchte leuchtet, wenn die Traktionskon-
trolle aktiviert ist.
F03760-11
8.5
Anfahren
– Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig
Gas geben.
29
8
FAHRANLEITUNG
8.6
Quickshifter
Wenn der Quickshifter aktiviert ist, kann ohne Betätigung der
Kupplung hochgeschaltet werden.
Info
Der Quickshifter ist beim Hochschalten von Gang 1 in
Gang 2 nicht aktiviert, es muss beim Hochschalten der
Kupplungshebel betätigt werden.
Auch wenn der Quickshifter aktiviert ist, muss zum
Zurückschalten der Kupplungshebel betätigt werden.
Da der Gasdrehgriff nicht geschlossen werden muss, ist ein
unterbrechungsfreier Gangwechsel möglich.
Der Quickshifter erkennt anhand der Schaltwellenposition, ob ein
Schaltvorgang eingeleitet werden soll, und gibt ein entsprechen-
des Signal an die Motorsteuerung.
Wenn der Quickshifter deaktiviert ist, muss bei jedem Schaltvor-
gang wie üblich die Kupplung betätigt werden.
F03643-10
8.7
Quickshifter aktivieren
- QS-Taste 1 drücken, um den Quickshifter ein- oder auszu-
schalten.
Die QS-Kontrollleuchte leuchtet, wenn der Quickshifter
aktiviert ist.
Info
Der Quickshifter ist beim Hochschalten von Gang 1
in Gang 2 nicht aktiviert, es muss beim Hochschalten
der Kupplungshebel betätigt werden.
F03760-12
Auch wenn der Quickshifter aktiviert ist, muss zum
Zurückschalten der Kupplungshebel betätigt werden.
8.8
Schalten, Fahren
Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl blockiert das Hinterrad und überdreht den
Motor.
- Schalten Sie bei hoher Motordrehzahl nicht in einen kleineren Gang zurück.
Info
Wenn beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auftreten, sofort anhalten, den Motor abstellen und
eine autorisierte Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt kontaktieren.
Der 1. Gang stellt den Anfahr- oder Berggang dar.
- Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation usw.) es
erlauben, in höhere Gänge schalten. Dazu Gas wegnehmen,
30
FAHRANLEITUNG
8
gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen,
Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
-
Wenn beim Starten der Kaltstartknopf betätigt wurde, kurz
Gas geben und den Gasdrehgriff loslassen oder Gasdrehgriff
nach vorn drehen.
Kaltstartknopf geht in die Grundstellung.
-
Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles
Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas zurückdre-
hen. Die Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoff-
verbrauch geht jedoch stark zurück.
-
Nur so viel Gas geben, wie der Motor gerade verarbeiten
kann - abruptes Aufreißen des Gasdrehgriffes erhöht den
Verbrauch.
-
Zum Zurückschalten Motorrad abbremsen und gleichzeitig
Gas wegnehmen.
-
Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen,
Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben bzw.
nochmals schalten.
-
Motor abstellen, wenn längerer Betrieb mit Leerlaufdrehzahl
oder im Stand bevorsteht.
Vorgabe
≥ 1 min
-
Häufiges oder längeres Schleifen der Kupplung vermeiden.
Dadurch erhitzt sich das Motoröl, der Motor und das Kühl-
system.
-
Mit niedriger Drehzahl fahren anstatt mit hoher Drehzahl und
schleifender Kupplung.
Bedingung
Quickshifter aktiviert.
- Wenn der Quickshifter aktiviert ist, kann im angegebenen
Drehzahlbereich hochgeschaltet werden, ohne den Kupp-
lungshebel zu ziehen.
Info
Der Quickshifter ist beim Hochschalten von
Gang 1 in Gang 2 nicht aktiviert, es muss beim
F03642-10
Hochschalten der Kupplungshebel betätigt
werden.
Die Mindestmotordrehzahl vor dem Hochschalten
in Umdrehungen pro Minute ist aus der Abbildung
ersichtlich.
Den Schalthebel zügig bis zum Anschlag durchzie-
hen, ohne die Gasdrehgriffstellung zu verändern.
Auch wenn der Quickshifter aktiviert ist, muss zum
Zurückschalten der Kupplungshebel betätigt wer-
den.
Wenn die Schaltleistung des Quickshifters nach-
lässt, sollte der Quickshifter neu programmiert
werden.
31
8
FAHRANLEITUNG
8.9
Abbremsen
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen blockiert die Räder.
- Passen Sie die Bremsweise der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen an.
Warnung
Unfallgefahr Ein schwammiger Druckpunkt der Vorder- oder Hinterradbremse verringert die Brems-
wirkung.
- Kontrollieren Sie die Bremsanlage und fahren Sie nicht weiter, bevor das Problem behoben ist. (Ihre
autorisierte Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt hilft Ihnen gern.)
Warnung
Unfallgefahr Nässe und Schmutz beeinträchtigen die Bremsanlage.
- Bremsen Sie mehrmals vorsichtig ab, um die Bremsbeläge und Bremsscheiben zu trocknen und
von Schmutz zu befreien.
- Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund vorwiegend die Hinterradbremse betätigen.
- Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Der Geschwindigkeit entsprechend
in einen kleineren Gang schalten.
- Bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors nutzen. Einen oder zwei Gänge zurückschalten, jedoch
den Motor dabei nicht überdrehen. So muss wesentlich weniger gebremst werden und die Bremsanlage
überhitzt nicht.
8.10
Anhalten, Parken
Warnung
Verletzungsgefahr Unbefugt handelnde Personen sind ggf. nicht mit dem Fahrzeug vertraut.
- Lassen Sie das Fahrzeug nie unbeaufsichtigt, wenn der Motor läuft.
- Sichern Sie das Fahrzeug vor dem Zugriff Unbefugter.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges heiß.
- Berühren Sie keine Teile wie Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer oder Bremsanlage, bevor
die Fahrzeugteile abgekühlt sind.
- Lassen Sie die Fahrzeugteile abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Hinweis
Materialschaden Falsches Vorgehen beim Parken beschädigt das Fahrzeug.
Wenn das Fahrzeug wegrollt oder umfällt, können erhebliche Schäden entstehen.
Die Bauteile zum Abstellen des Fahrzeuges sind nur für das Fahrzeuggewicht ausgelegt.
- Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
- Stellen Sie sicher, dass sich niemand auf das Fahrzeug setzt, wenn das Fahrzeug auf einem Ständer
geparkt ist.
Hinweis
Brandgefahr Heiße Fahrzeugteile stellen eine Brand- und Explosionsgefahr dar.
- Stellen Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe leicht brennbarer oder explosionsfähiger Materialien ab.
- Lassen Sie das Fahrzeug abkühlen, bevor Sie das Fahrzeug abdecken.
- Motorrad abbremsen.
32
FAHRANLEITUNG
8
– Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
- Abstelltaste bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis der Motor stillsteht.
- Motorrad auf festem Untergrund abstellen.
8.11
Transportieren
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen oder umfallen.
- Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
Hinweis
Brandgefahr Heiße Fahrzeugteile stellen eine Brand- und Explosionsgefahr dar.
- Stellen Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe leicht brennbarer oder explosionsfähiger Materialien ab.
- Lassen Sie das Fahrzeug abkühlen, bevor Sie das Fahrzeug abdecken.
- Motor abstellen.
- Plug-in-Ständer an den Gabelbeinen montieren.
Plug-in-Ständer (A46029094000)
Info
Der Plug-in-Ständer ist im Lieferumfang enthalten.
Darauf achten, dass die Bremsleitung vor dem
Plug-in-Ständer verläuft und nicht geklemmt wird.
H02628-01
- Motorrad mit Spanngurten oder anderen geeigneten Befesti-
gungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
Info
Spanngurte nur soweit zusammenziehen, bis der
Plug-in-Ständer fest an Kotflügel und Reifen anliegt.
Auf die Ausrichtung des Plug-in-Ständers zur Kotflü-
gel-Unterseite achten.
401475-01
8.12
Kraftstoff tanken
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
- Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten.
- Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken.
- Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des
Fahrzeuges.
- Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf.
- Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
33
8
FAHRANLEITUNG
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist gesundheitsschädlich.
- Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
- Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde.
- Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein.
- Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab.
- Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
- Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
Hinweis
Materialschaden Unzureichende Kraftstoffqualität setzt den Kraftstofffilter vorzeitig zu.
In einigen Ländern und Regionen ist die verfügbare Kraftstoffqualität und -sauberkeit unter Umständen nicht
ausreichend. Probleme im Kraftstoffsystem sind die Folge.
- Tanken Sie nur sauberen Kraftstoff, der der angegebenen Norm entspricht. (Ihre autorisierte
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt hilft Ihnen gern.)
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
- Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
- Motor abstellen.
- Kraftstofftankverschluss öffnen. ( S. 18)
- Kraftstofftank bis maximal an das Maß A mit Kraftstoff auf-
füllen.
Vorgabe
35 mm
Maß A
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
7,2 l
(
S. 143)
– Kraftstofftankverschluss schließen. ( S. 19)
401522-10
34
SERVICEPLAN
9
9.1
Zusätzliche Informationen
Alle weiterführenden Arbeiten, die sich aus den Servicearbeiten ergeben, sind gesondert zu beauftragen und
werden gesondert verrechnet.
In Abhängigkeit von lokalen Einsatzbedingungen können in Ihrem Land abweichende Serviceintervalle gelten.
Bei Einsatz unter besonders anspruchsvollen Bedingungen wie Starkregen, Schlamm, Sand, Schnee, extreme
Temperaturen, hoher Volllastanteil usw. können kürzere Serviceintervalle als in der Tabelle angegeben notwen-
dig sein.
Im Zuge technischer Weiterentwicklungen können sich einzelne Serviceintervalle und Umfänge ändern.
Der letztgültige Serviceplan ist immer im Husqvarna Motorcycles Dealer.net hinterlegt. Ihr autorisierter
Husqvarna Motorcycles-Händler berät Sie gern.
9.2
Serviceplan
alle 24 Monate
alle 90 Betriebsstunden
alle 45 Betriebsstunden
alle 15 Betriebsstunden
nach 1 Betriebsstunde
Fehlerspeicher mit Husqvarna Motorcycles-Diagnosetool auslesen.
Gangerkennungssensor programmieren.
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
12-V-Batterie kontrollieren und laden.
Bremsbeläge und Bremsbelagsicherung der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 87)
Bremsbeläge und Bremsbelagsicherung der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 93)
Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 84)
Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren.
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 85)
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln.
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 91)
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln.
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen. ( S. 81)
Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln.
(
S. 82)
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. ( S. 84)
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. ( S. 90)
Leerlaufdrehzahl kontrollieren.
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen.
(
S. 120)
Alle Schläuche (z. B. Kraftstoff­, Kühl­, Entlüftungs­, Drainageschläuche, ...) und Man-
schetten auf Risse, Dichtheit und korrekte Verlegung kontrollieren.
Kabel auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren.
Bowdenzüge auf Beschädigung, knickfreie Verlegung und Einstellung kontrollieren.
Rahmen kontrollieren.
(
S. 78)
Schwinge kontrollieren.
(
S. 78)
Schwingenlager auf Spiel kontrollieren.
Federbein-Schwenklager auf Spiel kontrollieren.
Federbeinanlenkung kontrollieren.
Reifenzustand kontrollieren. ( S. 101)
Reifendruck kontrollieren. ( S. 101)
Radlager auf Spiel kontrollieren.
35
9
SERVICEPLAN
alle 24 Monate
alle 90 Betriebsstunden
alle 45 Betriebsstunden
alle 15 Betriebsstunden
nach 1 Betriebsstunde
Radnaben kontrollieren.
Felgenschlag kontrollieren.
Speichenspannung kontrollieren. ( S. 102)
Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren. ( S. 76)
Kettenspannung kontrollieren. ( S. 74)
Alle beweglichen Teile (z. B. Handhebel, Kette, ...) schmieren und auf Leichtgängigkeit
kontrollieren.
Zündkerze und Zündkerzenstecker wechseln.
Ventilspiel kontrollieren.
Kraftstofffilter wechseln.
Kupplung kontrollieren.
Luftfilter und Luftfilterkasten reinigen.
(
S. 66)
Trichter in der Ansaugmanschette im Luftfilterkasten kontrollieren.
Glasfasergarnfüllung des Endschalldämpfers wechseln.
(
S. 69)
Gabelservice durchführen.
Federbeinservice durchführen.
Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen auf festen Sitz kontrollieren.
Kraftstoffsieb wechseln.
(
S. 119)
Kraftstoffdruck kontrollieren.
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 109)
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 110)
Kühlflüssigkeit wechseln. ( S. 112)
Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. ( S. 57)
Steuerkopflager schmieren.
(
S. 58)
Kleinen Motorservice durchführen, inklusive Motor Aus- und Einbau. (Kolben
wechseln, Zylinder kontrollieren/vermessen. Zylinderkopf kontrollieren.
Nockenwellen und Ventiltriebskomponenten kontrollieren. Steuertrieb kontrollieren.
Radial-Wellendichtringe und Dichtung der Wasserpumpe wechseln. Ansaugflansch
wechseln. Ansaugmanschette wechseln.)
Großen Motorservice durchführen, Motor ist ausgebaut. (Ventile, Ventilfedern, Ventilfe-
derauflagen und Ventilfederteller wechseln. Pleuel, Pleuellager und Hubzapfen wech-
seln. Getriebe und Schaltung kontrollieren. Öldruck-Regelventil kontrollieren. Saug-
pumpe wechseln. Druckpumpe und Schmiersystem kontrollieren. Steuerkette wech-
seln. Alle Motorlager und alle Dichtungen wechseln. Freilauf wechseln.)
Endkontrolle: Fahrzeug auf Betriebssicherheit kontrollieren.
Probefahrt durchführen.
Fehlerspeicher mit Husqvarna Motorcycles-Diagnosetool nach der Probefahrt ausle-
sen.
Serviceeintrag im Husqvarna Motorcycles Dealer.net durchführen.
○ einmaliges Intervall
● periodisches Intervall
36
FAHRWERK ABSTIMMEN 10
10.1
Fahrwerksgrundeinstellung zum Fahrergewicht kontrollieren
Info
Bei der Fahrwerksgrundeinstellung zuerst das Federbein und danach die Gabel einstellen.
- Um optimale Fahreigenschaften des Motorrades zu erzielen
und um Beschädigungen an Gabel, Federbein, Schwinge und
Rahmen zu vermeiden, muss die Grundeinstellung der Fede-
rungskomponenten zum Fahrergewicht passen.
- Husqvarna-Motorräder sind im Auslieferungszustand auf ein
Standard-Fahrergewicht (mit kompletter Schutzkleidung) ein-
gestellt.
Vorgabe
Standard-Fahrergewicht
75 … 85 kg
– Wenn das Fahrergewicht außerhalb dieses Bereiches liegt,
muss die Grundeinstellung der Federungskomponenten ent-
sprechend angepasst werden.
- Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern der
Federvorspannung des Federbeines ausgeglichen werden,
bei größeren Abweichungen müssen entsprechende Federn
montiert werden.
401030-01
10.2
Luftfederung XACT
In der Gabel WP XACT kommt eine Luftfederung zum Einsatz.
Bei diesem System befindet sich die Federung im linken Gabel-
bein und die Dämpfung im rechten Gabelbein.
Da die Gabelfedern entfallen, wird ein deutlicher Gewichtsvor-
teil im Vergleich zu konventionellen Gabeln erreicht. Auch das
Ansprechverhalten bei kleinen Unebenheiten ist deutlich verbes-
sert.
Im normalen Fahrbetrieb übernimmt ausschließlich ein Luftpols-
ter die Federung. Als Endanschlag befindet sich eine Stahlfeder
im linken Gabelbein.
Info
Wenn die Gabel öfter durchschlägt, muss der Luftdruck in
der Gabel erhöht werden, um Beschädigungen an Gabel
und Rahmen zu vermeiden.
Der Luftdruck in der Gabel kann mit einer Gabelluftpumpe
schnell an das Fahrergewicht, die Streckenverhältnisse und
den Fahrerwunsch angepasst werden. Die Gabel muss nicht
zerlegt werden. Die aufwendige Montage härterer oder weicherer
Gabelfedern entfällt.
F03629-01
Falls die Luftkammer aufgrund einer beschädigten Dichtung Luft
verlieren sollte, sackt die Gabel trotzdem nicht ein. Die Luft wird
in diesem Fall in der Gabel zurückgehalten. Der Federweg bleibt
weitestgehend erhalten. Die Dämpfung wird härter und der Fahr-
komfort sinkt.
Die Dämpfung kann wie bei einer konventionellen Gabel in Zug-
und Druckstufe eingestellt werden.
37
10
FAHRWERK ABSTIMMEN
Die Zugstufeneinstellung befindet sich am unteren Ende des
rechten Gabelbeines.
Die Druckstufeneinstellung befindet sich am oberen Ende des
rechten Gabelbeines.
10.3
Druckstufendämpfung Federbein
Die Druckstufendämpfung des Federbeines ist in zwei Bereiche aufgeteilt, Highspeed und Lowspeed.
High- und Lowspeed bezieht sich auf die Einfedergeschwindigkeit des Hinterrades und nicht auf die Fahrge-
schwindigkeit.
Die Highspeed-Druckstufeneinstellung wirkt sich z. B. bei der Landung nach einem Sprung aus, das Hinterrad
federt dabei schnell ein.
Die Lowspeed-Druckstufeneinstellung wirkt sich z. B. bei der Fahrt über lange Bodenwellen aus, das Hinterrad
federt dabei langsam ein.
Diese zwei Bereiche sind getrennt einstellbar, der Übergang zwischen High- und Lowspeed ist jedoch fließend.
Demzufolge wirken sich Änderungen im Highspeed-Bereich der Druckstufe auch im Lowspeed-Bereich aus und
umgekehrt.
10.4
Druckstufendämpfung Lowspeed des Federbeins einstellen
Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachge-
mäß zerlegt wird.
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
- Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt hilft Ihnen gern.)
Info
Die Lowspeed-Druckstufeneinstellung zeigt ihre Wirkung beim langsamen bis normalen Einfedern des
Federbeins.
Vorarbeit
- Seitendeckel rechts ausbauen. ( S. 68)
Hauptarbeit
- Einstellelement 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn dre-
hen.
- Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen
den Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Druckstufendämpfung Lowspeed (FC 250 EU)
Komfort
17 Klicks
F03639-11
Standard
15 Klicks
Sport
13 Klicks
Druckstufendämpfung Lowspeed (FC 250 US)
Komfort
17 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
13 Klicks
38
FAHRWERK ABSTIMMEN 10
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Dre-
hen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämp-
fung.
Nacharbeit
- Seitendeckel rechts einbauen. ( S. 68)
10.5
Druckstufendämpfung Highspeed des Federbeins einstellen
Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachge-
mäß zerlegt wird.
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
- Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt hilft Ihnen gern.)
Info
Die Highspeed-Druckstufeneinstellung zeigt ihre Wirkung beim schnellen Einfedern des Federbeins.
Vorarbeit
- Seitendeckel rechts ausbauen. ( S. 68)
Hauptarbeit
- Einstellelement 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn dre-
hen.
- Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen
gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Druckstufendämpfung Highspeed (FC 250 EU)
Komfort
2 Umdrehungen
F03639-10
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
Druckstufendämpfung Highspeed (FC 250 US)
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Dre-
hen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämp-
fung.
Nacharbeit
- Seitendeckel rechts einbauen. ( S. 68)
39
10
FAHRWERK ABSTIMMEN
10.6
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen
Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachge-
mäß zerlegt wird.
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
- Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
Husqvarna Motorcycles-Fachwerkstatt hilft Ihnen gern.)
- Einstellelement 1 bis zum letzten spürbaren Klick im Uhr-
zeigersinn drehen.
- Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen
den Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Zugstufendämpfung (FC 250 EU)
Komfort
17 Klicks
Standard
15 Klicks
F03640-10
Sport
13 Klicks
Zugstufendämpfung (FC 250 US)
Komfort
17 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
13 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Dre-
hen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung
beim Ausfedern.
10.7
Maß Hinterrad entlastet ermitteln
Vorarbeit
- Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 50)
40

 

 

 

 

 

 

 

 

Content      ..      1       2         ..

 

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